Wie alles begann...
Vor einigen Jahren sah mein Leben ganz anders aus. Ich hatte Träume, große Pläne und den Wunsch, meiner Familie ein schönes Leben zu ermöglichen. Doch nach und nach habe ich die Kontrolle über meine Finanzen verloren.
2020 machte ich mich selbstständig. Baute ein erfolgreiches Unternehmen auf. Ich startete am Wohnzimmertisch und endete in meiner eigenen Boutique mit angrenzender Produktionsfläche und einer relativ großen Live Shopping Community und einem gut laufenden Onlineshop für personalisierte Artikel und Kleidung.
Meine Firma wurde so groß, dass ich immer wieder Geld investieren musste um die Firma an die Nachfrage anzupassen. Ich machte innerhalb der ersten drei Jahre 7-stellige Umsätze. Alles war toll. Doch das Ganze hatte auch seine Schattenseiten.
Zu viele Ausgaben, zu wenig Überblick und irgendwann kam der Punkt an dem sich der Erfolg zu der schwersten Zeit meines Lebens wandelte.
Das Blatt wendete sich, aber nicht zum Guten.
Innerhalb kürzester Zeit wurde ich schwer krank. So krank, dass ich morgens kaum noch aus dem Bett kam. Und es waren keine Depressionen und auch kein Burn Out. Mein Körper versagte Stückchen für Stückchen, Tag für Tag, immer ein kleines bisschen mehr.
Es wurde so schlimm, dass ich vor lauter Schmerzen kaum noch arbeiten konnte. Meine Liveshopping Sessions wurden immer kürzer, wodurch auch mein Umsatz einbrach. Ich versuchte meine Vertriebspartner zu mir in die Boutique zu holen, um zu schauen, ob der Umsatzverlust aufgefangen werden konnte. Aber da ich eine starke Personal Brand aufgebaut hatte, funktionierte das Ganze einfach nicht mehr.
Ich wurde immer erschöpfter und konnte kaum noch meinen Alltag bewerkstelligen. Ich war froh, dass ich meine Kinder noch versorgen konnte. Aber meine typischen 14 Stunden Tage zwischen Arbeit, Haushalt und der liebevollen Erziehung meiner Kinder konnte ich einfach nicht mehr ableisten.
Innerhalb von drei Monaten innerem Kampf entschied ich mich dazu meine Firma aufzugeben. Von heute auf morgen schloss ich mein Unternehmen. Und gab alles auf, was ich drei Jahre lang mit Herzblut aufgebaut hatte.
Mein absoluter Tiefpunkt...
Nachdem ich meine Firma geschlossen habe, versuchte ich gemeinsam mit meinem Mann die anfallenden laufenden Kosten, die selbst nach Aufgabe der Firma weiterliefen, aufzufangen. Wir nutzen alle Ersparnisse und das Einkommen meines Mannes um die Gewerbeverträge für Ladenfläche, Firmenwagen, Maschinen und Finanzierung, Steuerberater, Steuernachzahlungen und Co zu decken. Doch auch wir hatten keine unbegrenzten Mittel.
Und da ich aufgrund meiner Erkrankung nicht mehr arbeiten konnte, lösten sich drei harte Jahre in Luft auf. Für mich persönlich folgten mehrere Operationen, Dauermedikation und 1,5 Jahre Lauferei von einem Arzt zum Anderen, um heraus zu finden was mit mir los war.
Und während ich mich eigentlich auf meine Genesung konzentrieren sollte, stapelten sich die Rechnungen, ein Gläubiger nach dem Anderen rief mich an. Druck kam von allen Seiten. Meine Bank kündigte den Kreditvertrag, meine Maschinen wurden vollstreckt und abgeholt, mein Firmenwagen wurde gepfändet und dann kam der Moment als der Gerichtsvollzieher das erste Mal unangekündigt vor meiner Türe stand.
Wie tief bin ich gefallen? Kurze Zeit danach musste ich die eidesstaatliche Versicherung abgeben, musste alles offenlegen. Es folgten viele weitere sehr unangenehme Begegnungen.
Vorher diejenige mit der alle befreundet sein wollten....
Während meiner Selbstständigkeit wollten so viele Menschen mit mir befreundet sein. Alle wollten so nah wie möglich an mich ran. Menschen schleimten sich bei mir ein und redeten mir ständig nach dem Mund, nur um von meinem Erfolg zu profitieren. Und nachdem ich nicht hätte tiefer fallen können, waren all diese Menschen plötzlich auch nicht mehr da. Nicht das mich dieser Verlust von Verlogenheit gestört hätte, aber wenn man in einer solch emotional belastenden Situation steckt und dann plötzlich feststellt, dass all "diese Freunde" gar keine waren, war das doch noch einmal die Kirsche auf der Sahnetorte.
Vorher waren Menschen stolz auf mich, Freunde, Verwandte und Familie. Und von jetzt auf gleich war ich die Versagerin, die zu hoch gestiegen und dann schnell gefallen war. DIE MIT DEN SCHULDEN. Die, die nur faul zu Hause rumliegt. Die, die plötzlich nicht mehr so bewunderswert war. Die, auf die man nun nicht mehr stolz sein konnte.
Plötzlich hatten alle vergessen, wie hart ich gearbeitet hatte. Auf wie viel ich verzichtet hatte. Und vor allem, wie viel ich immer für alle anderen gegeben hatte.
Der emotionale Schmerz war riesig. Das Gefühl der Schande drückte mich jeden Tag runter. Ich konnte nicht mehr schlafen, wollte das Haus nicht mehr verlassen. Isolierte mich sehr stark. Ich habe mich gehen lassen. Konnte niemanden mehr trauen. Und hatte das Gefühl mit der gesamten Situation komplett alleine zu sein.
Mein Wendepunkt...
Der Wendepunkt kam nicht über Nacht. Es war ein kleiner, mutiger Schritt. Ich habe beschlossen, die Verantwortung für mein Geld, meine Ehe und mein Leben zu übernehmen.
Ich begann mich mit meinen Finanzen auseinander zu setzen, einen Überblick zurück zu gewinnen und Schritt für Schritt Altes loszulassen. Es war nicht immer leicht, aber es war jeder Schritt wert.
Ich lies wieder Hilfe zu. Aber bis heute habe ich noch nie mit einer einziger Person darüber gesprochen, wie schwer der Verlust meiner Firma wirklich auf meinem Herzen lastet. Aber immerhin habe ich TikTok entdeckt. Jahre nachdem alle davon erzählten. Ich fand sehr schnell Menschen auf dieser Plattform, die das ein- oder andere Mal dafür sorgten, dass ich lächelte. Was zu dieser Zeit wirklich eine Seltenheit geworden war. Manchmal war ich mir selbst dabei so fremd, dass ich wirklich über mich selbst schmunzeln musste, einfach weil ich glücklich war, dass ich noch einmal lächeln konnte.
Und ob du es glaubst, oder nicht, da waren Menschen auf dieser Plattform, die mir Kraft gaben. Kraft wieder aufzustehen, wieder Ordnung in meinen Haushalt zu bringen. Eine von Ihnen schrie mich jeden Morgen in ihrem Video an, ich solle endlich wieder den Hintern hochkriegen und aufhören mich selbst zu bemitleiden.
Gesagt, getan...
Ich konnte mich morgens wirklich nicht mehr im Spiegel ansehen. Also stand ich endlich auf. Immer noch krank, aber motiviert endlich wieder mein Leben in den Griff zu kriegen. Ich begann damit 3/4 meines gesamten Hausstandes auszumisten. Denn Unordnung im Haus macht Chaos im Kopf.
Ich machte weiter und fing an alle meine, mit Post vollgestopften Schubladen und Schränke zu sortieren und abzuheften. Ich entsorgte jede Menge Marketingmaterial meiner Firma, was noch einmal ein ganz eigener Abschied war. Dann machte ich mir einen Ordner. In diesem Ordner landeten alle Rechnungen, Mahnungen, gelben Briefe, Verträge die noch liefen. Und als ich damit endlich fertg war (glaube mir, dass ging auch nicht von heute auf morgen), googelte ich das erste Mal "Schuldnerberatung".
Und noch bevor ich lange darüber nachdenken konnte, kontaktierte ich alle Stellen, inklusive eines Insolvenzanwalts in meiner Umgebung. Eines kannst du mir glauben, den Termin wollte ich gefühlt 500x verschieben. Aber ich habe es durchgezogen. Ich bin mit schamroten Gesicht in das Büro des Schuldnerberaters. Ich habe mich wirklich in Grund und Boden geschämt. Aber ich fühlte mich 20 Kilogramm leichter, als ich dort wieder raus war.
Etwa drei Monate später ging mein Insolvenzantrag an das Gericht raus, nachdem alle Gläubiger den Schuldenbereinigungsplan abgelehnt hatten. Weitere 8 Wochen später bekam ich Post vom Gericht, mit dem Beschluss zur Eröffnung des Insolvenzverfahrens.
Mein Weg in die Freiheit beginnt hier...
Im August 2025 bin ich offiziell ins Insolvenzverfahren gestartet und befinde mich seitdem in der Wohlverhaltensphase. Und ich kann dir gar nicht sagen, wie erleichternd das für mich war. Und das nicht, weil ich mich jetzt auf der Restschuldbefreiung ausruhen könnte, sondern weil mir endlich der Druck rausgenommen und die Ballast von den Schultern genommen wurde.
Am 23.03.2026 habe ich dann ganz spontan und ohne lange zu überlegen angefangen, einen ganz anderen Weg für mich einzuschlagen. Einen Weg, der durch die liebe Amber inspiriert wurde. Denn sie hatte eine ganz unkonventionelle Art und Weise gefunden, um ihre Kreditkartenschulden abzuzahlen. Ich habe es gesehen und habe sofort gedacht, "Yes, genau das ist mein Weg in die Freiheit." Ich rief meinen Insolvenzverwalter an und teilte ihm mit, dass ich ab sofort jeden Tag eine Mikrozahlung auf mein Treuhandkonto bei ihm einzahlen würde, da ich meine Schulden vor der Restschuldbefreiung abzahlen möchte. Er hat mich für verrückt erklärt, denn 152.000€ in unter 3 Jahren abzuzahlen, ohne pfändbares Einkommen, sei unmöglich.
Er gab mir trotzdem die Freigabe es zu versuchen, da sich jeder Gläubiger schließlich über jeden Cent, den ich zahle, freuen würde. Also eröffnete ich meinen TikTok Kanal. Gleichzeitig war ich inzwischen ein Weltmeister im Sparen geworden und war wieder mit meinen Finanzen auf Augenhöhe. Denn ich wusste exakt wo jeder Cent meines Einkommens hin ging, nachdem ich angefangen hatte, mich täglich damit auseinander zu setzen.
Warum mache ich das hier?
IHeute genau seit 105 Tagen teile ich jeden Tag meine Geschichte mit wildfremden Menschen auf TikTok und Instagram. Mit dem Ziel, genau die Inspiration für eine Seele da draußen zu sein, wie das Mädel - das mich jeden Morgen in ihrem Video anschrie. Ich weiß, wie sich der Weg aus den Schulden anfühlt - und ich weiß, wie es ist, wenn man nicht weiß, wo man anfangen soll.
Deshalb habe ich es mir zur Herzensaufgabe gemacht, Menschen wie dich zu begleiten, anzufeuern, zu motivieren und zu stärken, so wie meine TikTok Follower es jeden Tag für mich machen.
Mit ehrlichen Einblicken, praktischen Werkzeugen und viel Verständnis. In meinem Blog teile ich meine Emotionen und Gedanken mit dir. In meinen TikTok Videos zeige ich dir meinen Fortschritt, den du jeden Tag als deine eigene Motivation nutzen kannst. Auf Instagram gewähre ich Einblicke hinter die Kulissen und teile einige private Momente mit dir und zeige dir, das auch mein Leben nicht perfekt ist. Und in meinem Newsletter, den Freiheitsbrief, gebe ich regelmäßige Tipps, wo man Sparen kann, ohne auf alles verzichten zu müssen. Auch wenn ich kein Finanzexpertin bin, so kann ich dir dennoch zeigen, wie ich es mache. Vielleicht funktioniert meine Art und Herangehensweise an bestimmte Situationen für dich genauso gut, wie sie es für micht tun.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen. Ich bin hier, um dich zu unterstützen. Ich werde dich zwar nicht jeden Morgen anschreien, aber um dir einen Tritt in den Hintern zu geben, bin ich gerne bereit.
Nicole :-)
EHRLICH & AUTHENTISCH
Echte Einblicke in meinen Weg aus den Schulden.
PRAKTISCH & UMSETZBAR
Werkzeuge, die dir im Alltag wirklich helfen.
KLEINE SCHRITTE
Für mehr Klarheit, Struktur und finanzielle Freiheit.
FÜR VERSCHULDETE GEMACHT
Weil wir auch an uns und unsere Zukunft denken.