Es gibt Tage, die werde ich wahrscheinlich nie vergessen.
Heute ist einer davon.
Heute haben wir Gläubiger Nummer 10 vollständig abbezahlt.
Und das Beste daran?
Nicht nur pünktlich.
Sondern acht Tage früher als geplant.
Als ich mir dieses Ziel gesetzt habe, wusste ich nicht, ob wir es schaffen würden. Ich wusste nur, dass ich jeden Tag meinen Teil dazu beitragen werde. Mikrozahlung für Mikrozahlung.
Dass wir dieses Ziel jetzt gemeinsam erreicht haben, fühlt sich unglaublich an.
Ein Erfolg… und direkt die nächste Herausforderung
So schön dieser Meilenstein auch ist – er zeigt gleichzeitig die Realität meiner Reise.
Für Gläubiger Nummer 11 habe ich mir ein neues Ziel gesetzt.
Ich möchte ihn bis Mitte September vollständig begleichen.
Dafür müssten wir im Durchschnitt 43,65 € pro Tag zurückzahlen.
Das Problem:
Mein aktuelles Mikrozahlungsbudget reicht dafür nicht aus.
Bis zum Ende des Monats stehen mir noch 410,09 € zur Verfügung.
Das sind gerade einmal 17,08 € pro Tag.
Zum ersten Mal seit Beginn meiner Mikrozahlungsserie musste ich mir deshalb die Frage stellen:
Halte ich an meiner ursprünglichen Berechnung fest oder passe ich sie an?
Warum ich meine Berechnung geändert habe
Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen.
Eigentlich wollte ich die Mikrozahlungen unverändert lassen.
Doch ich habe euch gefragt, was ihr tun würdet.
Und eure Antworten waren erstaunlich eindeutig.
Fast alle haben gesagt:
„Lieber die Berechnung anpassen, als die Reise unter Druck fortzuführen.“
Genau das werde ich tun.
Ab sofort fließen:
- 0,025 € statt 0,05 € pro neuem Follower
- 0,005 € statt 0,01 € pro Interaktion
in meine tägliche Mikrozahlung.
Keine Entscheidung gegen mein Ziel.
Sondern eine Entscheidung für Nachhaltigkeit.
Denn diese Reise soll nicht nur ein paar Wochen funktionieren.
Sie soll mich bis zur Schuldenfreiheit begleiten.
Mein größtes Projekt beginnt
Während ich über Budgets und Berechnungen nachdenke, passiert im Hintergrund etwas, das mich mindestens genauso bewegt.
Heute habe ich die Warteliste für meine Website eröffnet.
Zum ersten Mal seit dem Verlust meiner Firma baue ich wieder etwas Eigenes auf.
Nicht mit dem Traum, schnell erfolgreich zu werden.
Sondern mit dem Wunsch, einen Ort zu schaffen, der Menschen hilft.
Mit Budgetvorlagen.
Mit Essensplänen.
Mit Rezepten.
Mit Geldtrackern.
Mit Werkzeugen, die ich mir selbst damals gewünscht hätte.
Der Launch ist für Tag 120 geplant.
Und ich hoffe so sehr, dass dieses Herzensprojekt den Menschen hilft – und gleichzeitig meine Mikrozahlungen langfristig trägt.
Was ich heute gelernt habe
Manchmal bedeutet Durchhalten nicht, stur an einem Plan festzuhalten.
Manchmal bedeutet es, den Plan anzupassen, damit man das große Ziel trotzdem erreicht.
Und genau so fühlt sich Tag 107 an.
Nicht wie ein Rückschritt.
Sondern wie eine Entscheidung mit Weitblick.
Gläubiger Nummer 10 ist Geschichte.
Jetzt beginnt das Kapitel mit Gläubiger Nummer 11.
Und ich freue mich darauf, auch diesen Weg gemeinsam mit euch zu gehen.
❤️ Nicole